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Magdalena Sibylle Rieger

Von Stadtwiki

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Magdalena Sibylle Rieger (* 1707 in Maulbronn; † 1786) war Dichterin.

Ihr Vater, der Prälat und Liederdichter Philipp Heinrich Weißensee, unterrichtet seine Tochter selbst, so dass sie eine für Mädchen der Barock-Zeit ungewöhnliche Ausbildung genießt. 16-jährig wird sie mit Emmanuel Rieger verheiratet, Stadtvogt erst in Calw, dann in Stuttgart. Schreiben ist für Magdalena Sibylla Rieger zunächst ein Heilmittel gegen ihre "Nervenschmerzen". 1743 erscheint der Versuch einiger geistlicher und moralischer Gedichte, mit denen sie in einer langen evangelischen, vor allem pietistischen Tradition steht, der eigenen, subjektiven Frömmigkeit eine Stimme zu geben. Noch in der letzten Ausgabe des evangelischen Kirchengesangbuchs der Landeskirche Württemberg findet sich ein Bußlied von ihr. Darin verbindet sich Klage um das Dasein mit der Suche nach Geist und Wahrheit, wie sie in ihrem Selbstverständnis überhaupt religiöse Identität mit der modern anmutenden Frage "Bin ich oder bin ich nicht?" vereint.

Von der Göttinger Universität wird sie zur lorbeergekrönten Poetin ernannt - eine Ehre, die keiner anderen Württembergerin zuteil wurde. Der Staatsrechtler und pietistische Dichter Johann Jakob Moser nahm die Riegerin 1772, noch zu ihren Lebzeiten, als einzige Frau in sein Württembergisches Gelehrten-Lexikon auf.

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